Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Günstiger Versand
Individuelle Konfiguration
Made in Germany
Bequemer Kauf auf Rechnung
Hotline 0711 18427130
Artenschutz am Bau

Tiefbau & Erdarbeiten

Erdeingebaute Schutzelemente wie Hummelnistkästen und Amphibienschutzzäune — für Aushub, Bauphase und Geländegestaltung.

Amphibienschutzzaun aus grüner Folie mit Holzpfosten am Rand einer Baugrube

Wo Erdarbeiten Arten treffen

SituationBetroffenMaßnahme
Aushub, Abschieben von OberbodenErdhummeln, Wildbienen in Bodennestern, BlindschleicheZeitliche Steuerung, Ersatzquartiere, Bereiche aussparen
Baugrube offen über WochenAmphibien, Kleinsäuger, Reptilien — FalleneffektSchutzzaun, Ausstiegshilfen, tägliche Kontrolle
Baustelle an Gewässer oder FeuchtbereichKröten, Frösche, Molche auf WanderungAmphibienschutzzaun mit Eimern, Umsiedlung durch Fachkraft
Böschungen und TrockenmauernEidechsen, Wildbienen, BlindschleicheStrukturen erhalten oder gleichwertig neu anlegen

Hummelnistkästen zum Erdeinbau

Erdhummeln nisten in Hohlräumen im Boden, häufig in alten Mäusegängen. Genau diese Strukturen verschwinden beim Abschieben des Oberbodens. Erdeinbau-Nistkästen bilden sie nach: Ein Kasten mit Zugangsrohr wird eingegraben, sodass nur die Einflugöffnung sichtbar bleibt.

Für die Annahme entscheidend ist der Zeitpunkt. Hummelköniginnen suchen im Frühjahr — ein Kasten, der erst im Sommer eingebaut wird, bleibt in dieser Saison leer. Der Standort sollte ruhig und leicht geneigt liegen, damit kein Wasser in die Kammer läuft.

Die Baugrube als Falle: Offene Gruben mit senkrechten Wänden sind für Amphibien und Kleinsäuger ein Einbahnweg — hinein geht es, hinaus nicht. Wer über Nacht offen lässt, sollte am Morgen kontrollieren und Ausstiegshilfen wie eingelegte Bretter oder abgeflachte Bereiche vorsehen. Das kostet nichts und verhindert die meisten Verluste.

Amphibienschutzzäune

Wo eine Baustelle zwischen Winterquartier und Laichgewässer liegt, führt der Weg über einen Schutzzaun: eine glatte Folie oder Kunststoffbahn, unten im Boden eingegraben und oben mit Überstand, sodass die Tiere nicht hinüberklettern. Entlang des Zauns eingegrabene Eimer fangen die Wanderer, die dann täglich morgens versetzt werden.

Das ist keine Nebentätigkeit: Die Kontrolle muss verlässlich jeden Morgen erfolgen, sonst wird der Zaun selbst zur Falle. Bei größeren Vorkommen und bei streng geschützten Arten gehört die Umsiedlung in die Hand einer Fachkraft, abgestimmt mit der Unteren Naturschutzbehörde.

Häufige Fragen

Ich habe beim Graben ein Hummelnest gefunden — was tun?

Arbeiten in diesem Bereich einstellen und die Untere Naturschutzbehörde kontaktieren. Hummeln sind besonders geschützt, das Zerstören eines besetzten Nests ist nicht zulässig. Oft lässt sich der Bereich für einige Wochen aussparen — ein Hummelvolk löst sich im Spätsommer von selbst auf.

Wann wird ein Hummelnistkasten angenommen?

Nur wenn er vor der Suchphase der Königinnen im Frühjahr an Ort und Stelle ist. Später eingebaute Kästen bleiben in derselben Saison meist leer. Standort ruhig wählen und leicht geneigt einbauen, damit kein Wasser in die Nistkammer gelangt.

Brauche ich einen Amphibienschutzzaun?

Wenn die Baustelle zwischen einem Laichgewässer und dem Umland liegt oder in einem feuchten Bereich mit bekanntem Vorkommen: ja. Ob und in welchem Umfang, klärt die Untere Naturschutzbehörde — sie kennt die örtlichen Wanderwege meist besser als jede allgemeine Regel.

Wie oft muss ein Schutzzaun kontrolliert werden?

Täglich, morgens. Ein Zaun mit Fangeimern, der nicht kontrolliert wird, ist schädlicher als kein Zaun — die Tiere verenden in den Eimern. Diese Verpflichtung sollte vor dem Aufstellen verbindlich geregelt sein.

Was passiert mit Eidechsen an einer Böschung?

Reptilien sind besonders geschützt, Verluste durch Abschieben sind rechtlich relevant. Übliche Vorgehensweise ist ein Ersatzhabitat in der Nähe — Steinriegel, Trockenmauer, Sandlinse — das vor dem Eingriff fertig sein muss, damit die Tiere ausweichen können.

Loading...
Dateien werden hochgeladen, bitte warten...