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Artenschutz am Bau

Fassade & WDVS

Aufputz- und Einbauelemente für Fassaden und Wärmedämmverbundsysteme: Fassadenröhren, Wandsysteme und Einputzringe. Auch als Reihe kombinierbar.

Verputzte Fassade unter der Dachtraufe mit flächengleich integrierter Nistöffnung

Systemkasten oder Einbaustein?

WDVS-SystemkastenHolzbeton-Einbaustein
HerkunftVom Dämmsystemhersteller, auf das eigene WDVS abgestimmtVom Artenschutz-Spezialisten, systemunabhängig
VorteilSystemfreigabe — keine Diskussion über GewährleistungGrößere Auswahl an Arten und Bauformen
EinbauIn die Dämmebene eingesetzt, Putzträger integriertEingeklebt oder eingeschäumt, dann überputzt
Zu beachtenMeist Mindest-Dämmstoffdicke vorgegeben, oft ab etwa 160 mmFreigabe des Systemherstellers vorher klären

Wer ohnehin ein WDVS eines großen Herstellers verbaut, fährt mit dem Systemkasten am reibungslosesten — Sto, HASIT und Saint-Gobain Weber führen entsprechende Elemente. Wer mehr Auswahl braucht oder eine Art abdecken will, für die es kein Systemprodukt gibt, greift zum Holzbeton-Einbaustein und lässt sich die Freigabe vom Dämmsystemhersteller bestätigen.

Vor der Bestellung prüfen: Reicht Ihre Dämmstoffdicke? Systemkästen setzen häufig eine Mindestdicke voraus. Bei dünneren Dämmungen bleibt der Weg über einen flacheren Einbaustein oder über die Traufe.

Warum Aufputz meist die schlechtere Wahl ist

Ein aufgeschraubter Kasten ist schnell montiert — und bringt drei Probleme mit: Die Befestigung durchdringt die Dämmebene und schafft genau die Wärmebrücke, die man vermeiden wollte. Die Verschraubung im WDVS ist heikel, weil die Dämmplatte selbst keine Lasten aufnimmt. Und optisch bleibt der Kasten sichtbar, was bei Eigentümergemeinschaften und in Gestaltungssatzungen zum Thema wird.

Der Einbaukasten kostet mehr Planung, löst aber alle drei Punkte auf einmal.

Reihen statt Einzelquartiere

Mauersegler und Haussperlinge brüten in Kolonien. Mehrere Elemente in einer Reihe unter der Traufe werden deutlich zuverlässiger besetzt als ein einzelner Kasten — und wirken gestalterisch ruhiger, weil sie einem Raster folgen. Manche Hersteller bieten dafür Mehrkammer-Elemente an, die mehrere Brutkammern in einem Gehäuse zusammenfassen.

Häufige Fragen

Verliere ich die Gewährleistung auf mein WDVS?

Nicht, wenn Sie den Systemkasten des jeweiligen Dämmstoffherstellers verwenden — der ist für das System freigegeben. Bei fremden Einbausteinen sollten Sie die Freigabe vorher schriftlich klären, damit im Schadensfall keine Diskussion entsteht.

Ab welcher Dämmstoffdicke geht ein Systemkasten?

Das ist produktabhängig; verbreitet ist eine Mindestdicke im Bereich von 160 mm. Bei dünneren Dämmungen kommen flachere Einbausteine oder Lösungen im Traufbereich in Frage. Die genaue Angabe steht im Datenblatt.

Sieht man die Kästen nach dem Verputzen?

Kaum. Die Elemente werden überputzt und lassen sich mit atmungsaktiver Fassadenfarbe im Fassadenton streichen. Sichtbar bleibt die Einflugöffnung — bei manchen Modellen ein schmaler Schlitz von wenigen Zentimetern Höhe.

Kann ich nachträglich in eine fertige Dämmfassade einbauen?

Technisch möglich, aber aufwändig: Putz öffnen, Dämmung ausschneiden, Kasten setzen, Putzanschluss neu herstellen. Der Ansatz bleibt bei ungünstigem Licht oft sichtbar. Deutlich besser ist es, den Einbau mit der Dämmmaßnahme zusammenzulegen.

Was ist mit Kotspuren an der neuen Fassade?

Bei Mauerseglern kein Thema — sie tragen den Kot aus dem Quartier. Relevant ist es bei Mehlschwalben, die außen ans Gebäude bauen; dafür gibt es Kotbretter, die unterhalb der Nester montiert werden.

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